Maltherapie für Kinder bei Trennung der Eltern
HALT FINDEN, WENN SICH DIE FAMILIE VERÄNDERT
Eine Trennung verändert den Alltag der ganzen Familie. Für dich als Mutter oder Vater ist diese Zeit oft selbst anstrengend – und gleichzeitig möchtest du, dass es deinem Kind gut geht. Kinder spüren Spannungen sehr fein, auch wenn nicht darüber gesprochen wird. Häufig fehlen ihnen die Worte für das, was sie innerlich bewegt.
In meiner Praxis am Meierhofplatz in Zürich-Höngg biete ich Kindern und Jugendlichen einen ruhigen, neutralen Ort. Hier dürfen alle Gefühle da sein – Traurigkeit, Wut, Sehnsucht oder auch Erleichterung – ohne dass sich dein Kind für eine Seite entscheiden muss.
Typische Anzeichen bei deinem Kind
Jedes Kind reagiert anders auf eine Trennung. Diese Veränderungen beobachten Eltern häufig:
Rückzug oder starke Anhänglichkeit
Manche Kinder ziehen sich zurück und spielen weniger mit Freunden. Andere suchen plötzlich ständig deine Nähe oder tun sich schwer mit dem Abschied beim Wechsel zwischen den Elternteilen.
Wut und Gereiztheit
Kleine Auslöser führen zu grossen Reaktionen. Oft steckt dahinter Hilflosigkeit, die sich nach aussen Luft macht.
Schuldgefühle und Loyalitätskonflikte
Kinder fragen sich manchmal, ob sie etwas mit der Trennung zu tun haben, oder fühlen sich zwischen beiden Eltern hin- und hergerissen.
Veränderungen im Alltag
Schlafprobleme, Bauchweh, Konzentrationsschwierigkeiten in der Schule oder ein Rückfall in frühere Verhaltensweisen können Zeichen innerer Belastung sein.
Wie Maltherapie unterstützen kann
Ich arbeite nach der Lösungsorientierten Maltherapie. Das bedeutet: Wir malen nicht die belastende Situation selbst. Stattdessen arbeiten wir mit altersgerechten Metaphern und inneren Bildern – etwa einem Baum, der auch bei Wind fest verwurzelt steht, oder einem sicheren Ort, an dem sich dein Kind geborgen fühlt.
Über solche Bilder kann dein Kind ausdrücken, was es bewegt, ohne alles erklären zu müssen. Gleichzeitig rücken seine Stärken in den Mittelpunkt: Was gibt ihm Halt? Wer ist für es da? Was hilft ihm, wenn es traurig ist? Diese Ressourcen werden im Malprozess sichtbar und spürbar.
Viele Kinder erleben das Malen als entlastend. Sie gewinnen Vertrauen, dass sie mit schwierigen Gefühlen umgehen können, und entdecken neue Möglichkeiten, sich im veränderten Familienalltag zurechtzufinden. Wie sich die Begleitung entwickelt, ist bei jedem Kind individuell.
Ablauf und Einbezug der Eltern
Am Anfang steht ein kostenloses Erstgespräch mit dir. Wir sprechen über die Situation, deine Beobachtungen und darüber, was du dir für dein Kind wünschst. Wenn möglich, beziehe ich beide Elternteile ein.
Eine Stunde dauert 90 Minuten. Dein Kind kommt in Ruhe an, malt in seinem eigenen Tempo, und ich begleite es aufmerksam. Alle Materialien stehen bereit, Vorkenntnisse braucht es keine.
Nach den Stunden gibt es ein kurzes Elterngespräch. Bei Bedarf vereinbaren wir zusätzliche Gespräche, um gemeinsam zu schauen, wie du dein Kind zuhause gut unterstützen kannst.
Rahmen und Kosten
Alter
ab 4 bis ins Jugendalter
Dauer
90 Minuten
Termine
Mo–Do, 16.00–17.30 oder nach Vereinbarung bei Einzelsetting
Kosten
Gruppe, inkl. Material: 70 CHF / Einzelsetting, inkl. Material: 95 CHF
Häufige Fragen
Soll mein Kind auch kommen, wenn es scheinbar gut mit der Trennung umgeht?
Viele Kinder wirken nach aussen gefasst und tragen innerlich trotzdem viel mit sich. Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam, ob Maltherapie für dein Kind gerade passend ist. Es gibt dabei keinen Druck.
Müssen beide Elternteile einverstanden sein?
Ich wünsche mir, dass beide Elternteile informiert sind und die Begleitung mittragen. Das gibt deinem Kind Sicherheit. Wie wir das konkret lösen, besprechen wir im Erstgespräch.
Erfahre ich, was mein Kind in der Stunde erzählt?
Nach den Stunden tauschen wir uns kurz aus, und ich teile meine Beobachtungen mit dir. Gleichzeitig schütze ich den Raum deines Kindes: Persönliches, das es mir anvertraut, behandle ich mit Respekt und Diskretion.
